Grüne Wasseragamen

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  • Physignathus cocincinus

    1 Herkunft


    Die Wasseragamen sind erstmals von CUVIER 1829 in Vietnam gefunden und beschrieben worden. Genaue Fundort war Cochinchina, die Region um das Delta des Mekong im Süden von Vietnam. Durch die Latinisierung des Fundortes kam es dann zu den Namen cocincinus, gemeinsam mit der Gattung=Physignathus cocincinus. Diese Gattungsart finden wir heut zu Tage auf dem südostasiatischen Festland, speziell im Regenwaldgürtel. In Ländern ausgedrückt überwiegend in Gebieten von China, Laos, Vietnam, Kambotscha und Thailand.


    2 Lebensraum "Habitat"


    Den Lebensraum Habitat für die Grüne Wassergame kann man als feucht warm bezeichnen, das bedeutet sie ist Bewohner des tropischen Tieflandregenwaldes. Besonders bevorzugt zu finden sind sie an seichten Flüssen, stehenden Gewässern und Sümpfen, wichtig ist immer dabei , das Wasser in der Nähe ist - schließlich soll sie ja ihren Namen gerecht werden. Ebenso wichtig ist, es sind in ihren Habitat dicht bewachsene Uferzonen mit teilweise sehr hohen Bäumen, wo sie es genießen auf den höchsten Ast die Sonne zu genießen. Trotz allem sind sie nicht nur in Bäumen zu Hause, sie sind ebenso gewändig auf dem Lande, wie auch im Wasser - sozusagen ein kleines Multitalent.Regenwald Zum Klima kann man sagen herrscht in den Gebieten tropisches monsunbeeinflusstes Klima, was das Jahr über relativ stabile Temperaturen hält.


    3 Beschreibung


    Schlüpflinge messen vom Kopf bis zur Schwanzspitze 13 bis 15 Zentimeter Länge, wovon die Kopf-Rumpf-Länge einen Anteil von fünf bis sieben Zentimetern hat. Weibliche Tiere wachsen dann zu einer Gesamtlänge von 80 Zentimetern heran (mit 20-25 cm Kopf-Rumpf-Länge), Männchen werden bis zu einem Meter lang (davon 25-30 cm Kopf-Rumpf-Länge). Die blatt-, blau- oder olivgrüne Grundfarbe wird durch einige cremefarbene Bänderungen unterbrochen. Der Schwanz hat in jedem Alter dunkle, breite Streifen, die zur Schwanzspitze hin breiter werden; die Schwanzspitze ist oft schwarz. Außerdem ist der Schwanz seitlich wie ein Paddel abgeflacht, wodurch die Wasseragame sehr schnell schwimmen kann. Vom Nacken bis hinter die Schwanzwurzel zieht sich ein Rückenkamm.


    4 Verhalten und Sozialstruktur


    Wasseragamen sind sehr scheu und reagieren bei Bedrohungen oft mit panischer Flucht. Da sie sich gewöhnlich auf Ästen über Gewässern sonnen, wie etwa auch Segelechsen und Leguane, lassen sie sich selbst bei kleineren Anzeichen einer Gefahr aus zum Teil großen Höhen ins Wasser fallen, was eine rasche Flucht ermöglicht. Solche Verhaltensweisen sind typisch für Wasserdrachen. Die Tiere lieben das Wasser und verfügen über sehr gute Schwimm- und Tauchkünste. Grüne Wasseragamen leben in kleinen Familienverbänden und Gruppen mit einem Männchen und einem oder mehreren Weibchen.


    5 Ernährung und Beuteerwerb


    Jungtiere fressen zu großen Teilen Insekten, während ausgewachsene Exemplare zusätzlich zu vegetarischer Kost, Nagetiere, Vögel, Fische sowie große Insekten und andere Wirbellose verspeisen. Dass auch Vögel zum Beutespektrum gehören, verdankt die Wasseragame ihrem guten Klettervermögen. Auch im Wasser ist sie erstaunlich flink und wendig, was sie zu einer erfolgreichen Fischjägerin macht.


    Je nach alter gibt man Futtertiere in verschiedener Größen, als Faustregel dazu dient: alles was quer in das Maul des Tieres passt , kann gefüttert werden.


    Futtertiere die man Täglich geben kann und mit Vitamin-Pulver bestäubt werden

    • Heimchen, Grillen, Kurzflügelgrillen, Wanderheuschrecken ,Wüstenheuschrecken, Schaben


    Futtertiere die man nur gelegentlich gegeben werden dürfen, da der Fettgehalt sehr hoch ist kann und mit Vitamin-Pulver bestäubt werden
    Zophobas, Mehlwürmer, Buffalowürmer, Wachsmaden, Pinkymaden, englische Maden, Rosenkäferlarven


    Futtertiere die man nur gelegentlich 1-mal monatlich verabreichen sollte, zusätzliches bestäuben d.Futtertieres ist nicht notwendig

    • nackige junge Mäuse bis zu adulten Mäusen, sowie Ratten und Hamsterbabys


    Futtermittel mit sehr hohen Anteil an Proteine, diese sollten nur gelegentlich gegeben werden.

    • Herz, Fleischfiletstücken, Fische oder Fischfilet


    6 Geschlechtsmerkmale


    Grüne Wasseragame entwickelt ihre geschlechtsspezifischen Merkmale erst in den ersten 12-18 Monaten. Jungtiere , die geboren werden, haben keinerlei Anhaltspunkte um geschlechtlich auseinander gehalten werden zu können. Ein Indiz hingegen, männliches Jungtier entwickelt sich in der Regel schneller, kräftiger und größer gegenüber seiner gleichaltrigen weiblichen Artgenossen. Nur muss man dazu den Vergleich aus dem selben Gelege haben,nur ist dies auch keine absolute Sicherheit!


    Erkennungsmerkmale des Männchens

    • Kehle: blau- mittig orange gefärbt
    • Kamm: Fransenwuchs
    • Schwanzwurzel: Ansatz ist kräftiger
    • Femoralporen: erhabene pickelartige Poren
    • Gesamtlänge: 80 - 100 cm
    • Gewicht: bis 800g
    • Korpus: kräftig, hoch und schmal
    • Kopf: breit und kantig


    Bild einer Männlichen grünen Wasseragame


    Femoralporen des Männches
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    Kehle des Männchens
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    Nackenkam eines Männchens
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    Junges Männchen
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    Abdultes Männchen
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    Erkennungsmerkmale des Weibchens

    • Kehle: rosa - weiß
    • Kamm: kleine unscheinbare Zacken
    • Schwanzwurzel: Ansatz ist schmaler
    • Femoralporen: unscheinbare Poren
    • Gesamtlänge: 60 - 80cm
    • Gewicht: bis 300g
    • Korpus: flacher und bauchiger
    • Kopf: kürzer und abgestumpft


    Bild Weiblicher grünen Wasseragamen
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    7 Fortpflanzung


    Die Geschlechtsreife beginnt im Alter von 12.-18. Monaten es bilden sich nicht nur äußerlichen Geschlechtsmerkmale heraus, sondern sie entwickeln sich zu paarungsfähigen adulten Tieren. Ab einem Alter von ca. 18.Monat kann man die ersten Versuche der Annäherungen des Männchens zum Weibchen beobachten, das Weibchen ist damit nicht immer einverstanden,weil es vielleicht noch nicht so weit ist und dieses Verhalten des Partners ihr gegenüber neu ist, sie zeigt sich in dem Alter manchmal zickig, ab und an kann man beobachten das beim Annäherungsversuchen des Männchens, dass Weibchen einen "Katzenbuckel" macht oder sogar flüchtet und sich versteckt.


    8 Die Paarung


    Durch heftiges Nicken und Winken des Männchen und dem Weibchen hinterher jagen, schnappt er sie durch einen Nackenbiß am oberen Kamm, danach wird das Weibchen zum Boden (Substrat) gezerrt, das Weibchen wehrt sich nicht mehr auf dem Substratbereich , nachdem das Männchen sich und das Weibchen in Position gebracht hat, kommt es zur Kopulation, diese dauert nur einige Sekunden, danach lässt das Männchen wieder los und jeder geht seine Weg.


    Eine Weile nach der Paarung baut das Weibchen eine Nistgrube, die etwa 10-20 Zentimeter tief ist, und legt bis zu 16 Eier ab, aus denen je nach äußeren Temperaturbedingungen nach 67-101 Tagen die Jungen schlüpfen. Eine Weibliche Wasseragame kann so bis zu drei Gelege im Jahr haben.



    9 Nützliche Links


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    Wasseragamenforum.info
    wasseragamen.website

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