Birkenfeige

  • Originaltitel: Ficus benjamina
    [url='http://terrariumbau.info/gallery/Image/4073-Benjamin-Ficus/']



    Diese Art aus Indien hat hÀngende Zweige und glÀnzend lederige BlÀtter. Die einzelnen Sorten, z.B. 'Golden King', 'Rijssenhout' und 'Exotica', haben z.T. verschieden geformte oder gelbgefleckte BlÀtter.


    1 Vorkommen


    Diese Art ist in Nepal, im nördlichen Indien, in Bangla Desh, Burma, sĂŒdlichen China, von Malaysia bis zu den Salomonen und im nördlichen tropischen Australien beheimatet. Die Sorten dieser Art werden im gesamten TropengĂŒrtel als Zierpflanze an Straßen, in Parks und GĂ€rten angepflanzt. Sie sind auch von dort aus verwildert.


    2 Beschreibung


    Die Birkenfeige wĂ€chst als immergrĂŒner Strauch oder Baum, der meist Wuchshöhen von 8 Metern erreicht aber auch viel höher werden kann mit Stammdurchmessern von 30 bis 50 cm. Die Borke ist hellgrau und glatt. Die Rinde junger Zweige ist brĂ€unlich. Die weit ausgebreitete, stark verzweigende Baumkrone ĂŒberdeckt oft Durchmesser von 10 Meter. Bereits die jungen Zweige hĂ€ngen ĂŒber. Es eine relativ kleinblĂ€ttrige Feigenart. Die wechselstĂ€ndigen LaubblĂ€tter sind einfach und gestielt. Der Blattstiel ist 1 bis 2,5 cm lang. Das junge Laub ist hellgrĂŒn und etwas gewellt; die Ă€lteren BlĂ€tter sind grĂŒn und glatt. Die Blattspreite eiförmig-oval bis eiförmig-lanzettlich und entet mit einer kurzen TrĂ€ufelspitze. Die schwach glĂ€nzende bis matte Blattspreite ist 5 bis 12 cm lang und 2 bis 6 cm breit. In der NĂ€he der BlattrĂ€nder befinden sich gelbe Kristallzellen („Cystolithe“). Die zwei NebenblĂ€tter sind nicht verwachsen, lanzettlich und 8 bis 10 (selten bis 12) mm lang.


    Ficus benjamina ist einhĂ€usig getrenntgeschlechtig (monözisch). In den Blattachseln sitzen paarweise ungestielte BlĂŒtenstĂ€nde (das Pseudanthium der Moraceae wird „Hypanthodium“ genannt). Sie sind kugelig-eiförmig, glĂ€nzend grĂŒn und besitzen einen Durchmesser von 1,5 cm. In den BlĂŒtenstĂ€nden befinden sich drei Typen von BlĂŒten: mĂ€nnliche, fertile und sterile weibliche BlĂŒten. Die zerstreut im BlĂŒtenstand stehenden, gestielten, mĂ€nnlichen BlĂŒten besitzen freie KelchblĂ€tter und ein Staubblatt. In einem BlĂŒtenstand befinden sich viele fertile weibliche BlĂŒten; sie sind ungestielt und besitzen drei bis vier KelchblĂ€tter und einen eiförmigen Fruchtknoten; der mehr oder weniger seitliche Griffel endet in einer vergrĂ¶ĂŸerten Narbe. Außerdem befinden sich in jedem BlĂŒtenstand viele sterile „GallblĂŒten“.


    Die reifen Feigen (Sammelfrucht) sind orange-rot und besitzen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm.


    3 Standort


    Eine beliebte Zimmer- und KĂŒbelpflanze, auch fĂŒr Hydrokultur sehr gut geeignet. Zugluft sollte vermieden werden, da es sonst zu Blattfall kommen kann.


    4 Licht


    Hell bis halbschattig, aber vor direkter Mittagssonne schĂŒtzen. Bei Standortwechsel oder anderer Lichtrichtung kann es zu Blattfall kommen.


    5 Temperatur


    18-22°C, im Winter mindestens 15°C


    6 Feuchtigkeit


    Den Ballen immer mĂ€ĂŸig feucht halten, im Winter jedoch nicht so viel gießen und zwischendurch leicht antrocknen lassen. Im Sommer durch BesprĂŒhen der BlĂ€tter fĂŒr hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. StaunĂ€sse vermeiden.


    7 Vermehrung


    durch Kopfstecklinge, BodenwÀrme 25-30°C


    8 Erde


    Mittelschwere humose Erde, z.B. Kompost- oder Gartenerde und Torf zu gleichen Teilen, auch Einheitserde.


    9 DĂŒnger


    im Wachstum alle 14 Tage 0,2%ig dĂŒngen


    10 Umpflanzen


    bei Bedarf im FrĂŒhling


    11 Giftstoffe


    Die Pflanzen enthalten im Milchsaft Harz, Kautschuk, Furocumarine und flavonoide Verbindungen.
    Nach Aufnahme von Ficus-BlĂ€ttern kann es zu Erbrechen und Bauchschmerzen kommen. Ficus-Arten gelten fĂŒr Menschen nur als leicht giftig.


    Ficus-Arten sind giftig fĂŒr Katzen und Hunde sowie fĂŒr Vögel. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen und Durchfall und Schleimhautreizungen. Viele Vögel haben problemlos am Ficus geknabbert, allerdings sollte man die Pflanze dennoch außerhalb der Reichweite von Vögeln aufstellen, denn LĂ€hmungen und auch Tod ist nicht auszuschließen. Ein Zwerghase starb nachdem er 3-4 BlĂ€tter von Ficus pumila gefressen hatte. Die GummibaumblĂ€tter zeigten in Tierversuchen mit Ratten und MĂ€usen keine toxische Wirkung.


    12 Geeignet fĂŒr Reptilien


    grĂŒne Wasseragamen (Physignathus cocincinus)
    Australische Wasseragame (Physignathus lesueurii)
    Streifen Wasseragame (Lophognathus)
    Segelechsen (Hydrosaurus)

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